Juniorwahl am Goethe-Gymnasium Demmin

Juniorwahl am Goethe-Gymnasium Demmin sorgt für Aufsehen: AfD stark – Linke noch stärker!

(Text: C. Muster und H. Paetow-Bockwoldt, Jahrgangsstufe 11)

 

Vom 17.02. bis zum 20.02.2025 fand am Goethe-Gymnasium Demmin die Juniorwahl im Rahmen der anstehenden Bundestagswahlen statt. Die Juniorwahl ist ein deutschlandweites Projekt zur politischen Bildung, das Schüler*innen die Möglichkeit gibt, den Wahlprozess realitätsnah zu erleben und sich aktiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen.

In Vorbereitung auf die Wahlen trafen sich Schüler*innen aus dem Sozialkundekurs der 11. Klasse zur Organisation. Wir füllten dann in unseren Freistunden die Wahlbenachrichtigungen aus und organisierten die Termine und Wahlzeiten der einzelnen Klassen. Außerdem hängten wir im Vorfeld im Schulhaus ,,Wahlplakate‘‘ aus, um auf die Wahl aufmerksam zu machen.

Die Wahl selbst wurde dann unter realistischen Bedingungen durchgeführt: Wahlbenachrichtigungen wurden im Vorfeld an die wahlberechtigten Schüler*innen der Klassen 8 bis 12 ausgegeben, Wahlkabinen und eine Wahlurne sorgten für eine geheime, gleiche, allgemeine und freie Wahl.

 

Nach der Stimmenauszählung ergab sich folgendes Bild: Die Partei Die Linke erhielt mit 39,1 % die meisten Zweitstimmen, gefolgt von der AfD mit 33,3 %. Die weiteren Stimmen verteilten sich wie folgt: Die CDU gewann 6,4 % der Stimmen für sich, die SPD 5,8 %, die FDP 2,6 %, und das Bündnis 90/Die Grünen 1,9%. Sonstige Parteien holten bei der Zweitstimme 12,2 %. Die Erststimmen verteilten sich prozentual ähnlich. Nur die SPD überraschte mit 14,1 %. In den Bundestag würde nach unseren Ergebnissen Niklas Hehenkamp aus der Partei Die Linke einziehen. Damit spiegelten die Ergebnisse der Juniorwahl nicht die Ergebnisse der Bundestagswahl wider, denn bei dieser ging im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte das Direktmandat mit 45,2 % an Enrico Komning von der AfD.

 

Eine Umfrage unter den teilnehmenden Schüler*innen ergab verschiedene Gründe für ihre Wahlentscheidungen. In Bezug auf die Zweitstimme wurde häufig nach ,,dem besten Wahlprogramm‘‘ gewählt beziehungsweise danach, welche Partei am besten die politischen Ansichten und Interessen der Jugendlichen vertritt. Auch gab es einige Wähler*innen, welche sich durch das Online-Tool ,,Wahl-O-Mat‘‘, welches von der Bundeszentrale für politische Bildung vor Ort eingeführt wurde, leiten ließen. Zum Teil blieben die Wähler*innen, die bereits an vorherigen Wahlen teilgenommen hatten, aufgrund des Vertrauens ihren Parteien gegenüber loyal.

Die Umfrage zeigte, dass die meisten Wähler*innen ihre Erststimme der Person gaben, welche ihre Sichtweise und Meinung teilt. Andere ließen sich wiederum durch einen überzeugenden Wahlkampf gewinnen. Außerdem gab es Wähler*innen, welche die Kandidat*innen persönlich kennen und dementsprechend ihre Erststimme abgaben. Es wurden jedoch auch andere Gründe genannt. So ließen sich einige bei ihrer Erststimme von Empfehlungen leiten oder wählten mit der Intention, ,,eine Stimme gegen den Rechtsextremismus‘‘ abzugeben.

Auffällig war bei dieser Juniorwahl die gestiegene Wahlbeteiligung von 49,07 %.

 

Insgesamt war die Wahlorganisation ein Erfolg für unsere Schule. Unabhängig vom Ausgang hat die Juniorwahl gezeigt, dass politische Fragen auch junge Menschen bewegen. Die rege Beteiligung belegt, dass sich viele Schüler*innen aktiv mit der aktuellen Politik und den Parteien auseinandersetzen. Die Juniorwahl war ein wichtiges Projekt zur Förderung von Meinungsbildungsprozessen und politischer Teilhabe und vielleicht auch ein kleiner Ausblick auf unsere politische Zukunft.

 

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