Klassenzimmertheater in der 9b – „Krieg, Stell dir vor er wäre hier!“

 

Die Tür springt auf. Ein Koffer fliegt rein und ein Mensch schmeißt sich auf den Boden. Er hat Angst. Er sucht Deckung. Deckung vor den Geschützen. Er schreit uns an: „Sucht Deckung! Los unter die Tische, oder wollt ihr drauf gehen?!“

 

Er, das ist Fabian. Fabian hat seine Freunde verloren. Von einigen weiß er nicht, wo sie stecken.

 

Eine äußerst intensive und bedrohliche Atmosphäre herrscht im Klassenzimmer. Die Spannung ist fühlbar.

 

Immer wieder wird uns der Albtraum von Flucht vor Augen geführt. Die Angst das Geld für die Reise in ein sicheres Land nicht auftreiben zu können, die Angst auf der geheimen Route in ein freies Land entdeckt zu werden, die Angst unter den Bedingungen der Reise zu Grunde zu gehen.

 

Mit voller Wucht und einer eindrucksvollen Dramatik wird uns gezeigt, was Krieg bedeuten kann. Welche Dinge wichtig sind und wie sie Entscheidungen beeinflussen. Und auch vor welchen existenziellen Fragen Menschen in so einer Situation gestellt sein können.

 

Fragen, die wir uns in unserer Situation zum Glück noch nie stellen mussten und hoffentlich auch nie werden.

 

Und dennoch zeigte uns das Theaterstück: „Krieg – stell dir vor, er wäre hier“ auf sehr anschauliche Weise, wie wichtig gerade diese Fragen im Umgang mit Menschen, die bei uns vor Krieg Zuflucht suchen, sind.

 

Von Beginn an, gelang es dem Schauspieler uns zu fesseln und für die Situation, in der sich Menschen auf der Flucht befinden, ein Stück weit zu sensibilisieren.

 

Die anschließende Auswertungsrunde brachte interessante Meinungen, Geschichten und Erfahrungen zu Tage.

 

Ein äußerst aufrüttelnder und spannender Einblick.

 

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