20. internationaler Bigbandworkshop Neubrandenburg                 Autor: Dietrich Irmer

 

  • - und die Bigband des Goethegymnasiums Demmin war mit dabei!

    Als am Sonntag der letzte Ton des Abschlusskonzertes verklungen war, sah man sehr viele zufriedene Gesichter unter den Teilnehmern. Sie hatten sich gegenseitig vorgespielt aber auch von Bekannten, Freuden, Eltern und Großeltern, vor den wohlwollenden aber trotzdem jeden Fehler hörenden Dozenten, die in der ersten Reihe Platz genommen hatten und auch in diesem Konzert jeweils eine Band leiteten.

    Drei Tage intensiver Probenarbeit lagen hinter ihnen. Jede Probe mit einem anderen Dozenten, der aus der Sicht seines Instrumentes mit der Band arbeitete. Dabei gingen die Fragen der Schüler gelegentlich weit über musikalische Bereiche hinaus, wenn z. B. Ack von Rooyen (1930) mit den Schülern über Musik spricht, meint er eigentlich eine Einstellung zum Leben, eine Möglichkeit der Selbstreflexion. Wer dann das Glück hatte, ihn im Duo mit Wolfgang Köhler in der Jazznacht am Sonnabend in der Konzertkirche zu erleben, konnte ahnen wovon er sprach. Eine Musik, die mitten ins Herz traf, lyrische Linien, scheinbar blindes Verstehen der beiden Musiker und eine Portion Humor bestimmten diesen Auftritt.

    Eröffnet wurde der Abend mit einer Welturaufführung aller Teilnehmenden. Komponiert und geleitet durch Friedemann Matzeit beeindrucke das Werk „Musik For The Masses“ durch dynamisch, klangliche Vielfalt, die auch einigen Dozenten Raum für Improvisationen bot und allen Mitwirkenden ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. Weiter ging es an diesem Abend mit dem langjährigen künstlerischen Leiter des Workshops Rolf von Nordensjöld und seinem Ensemble „BRANDICITY“, welches den Musikern in Combobesetzung (meist auch Dozenten des Workshops) viel Raum für Improvisationen bot. Danach folgte mit FAVO eine ganz andere Farbe des Jazz. Improvisierte Musik in Verbindung mit Folklore von verschiedenen Kontinenten. Die klangliche Synthese von Bassklarinette, Sopransaxofon und menschlicher Stimme verschmolz zu einer Homogenität, die man so selten erleben kann. Auch der Norddeutsche Standard „Dat Du min Leevsten büst“ war dabei!! Als Abschluss des Abends musizierte die Hochschulbigband Neubrandenburg. Zu diesem Anlass unter der Leitung von Rolf von Nordensjöld, der hier auch als Solist brillierte und zudem einen Großteil der Kompositionen und Arrangements dieses Parts beisteuerte.

    Viele der Schüler konnten sich trotz des langen Probentages nicht von der Musik losreißen. Ein sichtlich beeindruckter Schüler meinte, so etwas noch nie gehört zu haben. Die Vielfalt des Marktes garantiert eben nicht unbedingt stilistische Vielfalt!

    Ein großes Dankeschön an die Macher des Workshops seinem Spiritus Rector Andreas Rosin! Danke, dass wir dabei sein durften!

    Ein großes Dankeschön an den Förderverein, der diese Fahrt großzügig unterstützt und somit die Teilnahme für alle Schüler möglich machte. Wir danken ebenfalls der Familie Leddig, für die Bereitstellung des Busses.

    Wir freuen uns auf den nächsten Workshop in Neubrandenburg!


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