Autorin: Tessa Kellner

Improvisationstheater im Deutschunterricht der 11a

Am Montag, dem 14. Dezember vergangenen Jahres, wussten wir Schülerinnen und Schüler der Klasse 11a nicht so recht, was uns erwarten würde, als wir uns für einen Crash-Kurs zum „Theaterspielen“  anmeldeten. Da dieses Thema auch gerade bei uns im Deutschunterricht präsent war und wir uns untereinander, aufgrund der neuen Zusammenlegung der einzelnen Klassen, noch nicht so gut kannten, beschlossen wir also gemeinsam uns dem sogenannten „Improvisationstheater“ zu stellen.     
Frau Sommer, unsere Deutschlehrerin hatte das Theater auf einer Fortbildung erlebt und war so begeistert, dass sie uns den Vorschlag unterbreitete, ein Projekt mit „Haspler“ aus Rostock zu starten. 

Anders als beim normalen Theater wird beim Improtheater ohne Requisiten oder Regieanweisungen gehandelt - kurz: das ganze Schauspiel lebt von der Kreativität und Spontanität der Akteure. Doch bevor wir auf die große Bühne gehen konnten und für unseren „Auftritt“ bereit waren, begann unsere Probe mit spielerischer Aufwärmung, die intuitive und unüberlegte Handlungen aus uns herauskitzelte, wie es beim Impro  üblich ist.           
Anfangs liefen wir alle durch die Aula und ahmten einen Basketballer oder auch eine ältere Dame nach, ebenso teilten wir uns in Gruppen auf und stellten eine Kulisse, wie zum Beispiel den Wald, nur mit Geräuschen dar. Ein weiteres Spiel, was zur Auflockerung beitrug, war das Übergeben eines imaginären Geschenkes, welches wir anhand unserer Körpersprache groß oder auch klein wirken lassen konnten. Auch Emotionen, wie das Freuen oder Wütend sein  auf einen Freund, mussten wir auf Knopfdruck abrufen.                                                               Am Ende des Tages setzten wir unser Geübtes in die Praxis um begannen mit der Show. Zu Beginn des Stückes durfte das Publikum entscheiden in welcher Kulisse sich das spontan zusammengesetzte Duo befand, sei es im Friseursalon oder auch in einer Bäckerei. Die Aufforderung an die Schauspieler lautete dann: „Macht was daraus, wir wollen unterhalten werden!“ Alles, was dabei geschah, entwickelte sich aus dem Moment heraus und hing von der Lebendigkeit unserer agierenden Schauspieler ab. Hierbei lag aber auch der Wert besonders darin, dass man auf seinen Mitspieler einging, Initiative zeigte, wenn der Andere gerade nicht weiter wusste und sich dann aber im nächsten Moment zurücknahm, wenn sich die Geschichte anders entwickelte als geplant.
Beim Improtheater geht es also auch um das gegenseitige Vertrauen in seinem Mitspieler.
Das Theater lehrt uns in einer gewissen Weise, aufeinander zu vertrauen und seine Stärken und Schwächen zu erkennen, besonders aber auch darin, einfach einmal loszulassen und nicht so viel darüber nachzudenken, was die Anderen von einem halten.                 Abschließend können wir sagen, dass uns dieses Projekt sehr gefallen und Spaß gemacht hat. Besonders die Entwicklung seiner selbst, war an diesem Tag bei jedem von uns zusehen, wie man am Anfang peinlich berührt agierte und zum Ende hin immer lockerer und selbstbewusster mit dem Szenarium umging, denn man sollte sich immer in Erinnerung rufen: Die jetzt gespielte Szene ist eine einmalig aufgeführte Premiere, deshalb genießt die Show!

Ein besonderer  Dank geht an die aktiven Spielerinnen der „Haspler“  Ska und Melli, die uns den Tag über begleitet und unterstützt haben.

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